Rothenfurth
Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1305 als Rodynphurde. Die Kirche in Rothenfurth ist in ihrem Kernbestand vorreformatorisch. Ihre ursprüngliche Gestalt wird als spätromanischer, schmuckloser Bau mit kleinen Fenstern vermutet. Die Grundsteinlegung ist nicht urkundlich belegt, wird aber um das Jahr 1320 mit der Erweiterung der bergmännischen Aktivitäten in diesem Gebiet angenommen. Im Zuge des Bergbaus entstanden südöstlich von Rothenfurth an der Freiberger Mulde die Fundgruben "Isaak" und "St. Anna samt Altväter", die zum Halsbrücker Revier innerhalb des Freiberger Bergreviers gehören.
Die Grundherrschaft über Rothenfurth lag ab 1551 nachweislich beim Rittergut Bieberstein. Rothenfurth gehörte bis 1836 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Meißen. Der Ort lag im äußersten Südwesten des Amts. Die Freiberger Mulde bildete die Grenze zum Kreisamt Freiberg, dem der am anderen Ufer gelegene Ort Großschirma angehörte. Ab 1836 gehörte Rothenfurth kurzzeitig zum Kreisamt Freiberg. 1856 wurde Rothenfurth mit seinem Gemeindeteil Teichhäuser dem Gerichtsamt Freiberg und 1875 der Amtshauptmannschaft Freiberg angegliedert.
Am 1. Juli 1950 wurde Rothenfurth nach Großschirma eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Rothenfurth als Ortsteil von Großschirma im Jahr 1952 zum Kreis Freiberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Freiberg fortgeführt wurde und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.
| 1160 | Waldhufendorf |
| 1305 | Rodynphurde |
| 1350 | Rotenfurte |
| 1408 | Rotinfurt |
| 1499 | Rothford |
| 1555 | Rothenfurth |
