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Seifersdorf

Geschichte

Seifersdorf wurde um 1248 als „Sifirsdorf“ erwähnt und gehörte bis 1540 zum Besitz des Klosters Altzella bei Nossen. Mit Einführung der Reformation und der Säkularisierung des Klosters Altzella kam das Dorf zum Amt Nossen, wurde jedoch 1552 vom sächsischen Kurfürsten Moritz seinem Kanzler Ulrich Mordeisen für treue Dienste als Lehen übereignet. Aus dessen Erbe kam es an den Kurfürsten Christian I., wodurch es um 1590 als Amtsdorf zum Kreisamt Freiberg gehörte.

 

Seifersdorf lag wie Großschirma bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Freiberg. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Freiberg und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Freiberg. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Seifersdorf im Jahr 1952 zum Kreis Freiberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Freiberg fortgeführt wurde.

 

Am 1. März 1994 wurde Seifersdorf nach Reichenbach eingemeindet. Durch die Eingemeindung von Reichenbach nach Großschirma ist Seifersdorf seit dem 1. Januar 1999 ein Ortsteil von Großschirma. Seit 2008 gehört Seifersdorf zum Landkreis Mittelsachsen. Kirchlich gehört der nach Langhennersdorf gepfarrte Ort zum Kirchspiel Langhennersdorf.

 

Die letzte Bürgermeisterin war Margot Schleicher von 1989 bis 1998.

Zeitstrahl

1243Markgraf HEINRICH der ERLAUCHTE überträgt dem Abt des Klosters Altzella die "Blutsgerichtsbarkeit", durch welche das Kloster Exekutionen durchführen konnte. Die Richtstätte ist der 368,9 m hohe Galgenberg südlich von Seifersdorf.
1248Erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Das Dorf untersteht dem Kloster Altzella bei Nossen.
1445Bernhard Iring, Richter in Syfisdorf.
1532Bisher älteste Erwähnung des Bergbaus mit der "Mattheus Fundgrube".
1544Nach Schließung des Klosters gehört Seifersdorf zum Amt Nossen.
1553-55Der Ort war dem ehemaligen Klosterverwalter KILIAN SCHMIDT verpfändet.
1555Kurfürst MORITZ tritt den Ort an seinen Kanzler Dr. ULRICH MORDEISEN in Kleinwaltersdorf für treue Dienste ab.
1572Die Söhne Dr. MORDEISENS verkaufen "Seyffersdorf" an den Kurfürsten CHRISTIAN I.
1587Erste Nennung des Erbgerichtes, ein Dingeheller wurde auf jede Feuerstätte erhoben.
1590Untersuchung und Goldwäsche an der Striegies und Perze.
1617Der Richter ADAM ECKARDT aus Mobendorf überläßt "½ Hufe Land wegen ihrer Unnutzbarkeit" dem Seifersdorfer MARTIN STÖRR.
1632-33Durch die Pest werden von 22 vorhandenen Gütern 11 verwüstet. Im Ort leben noch 120 Einwohner.
1642CHRISTOPH RICHTER wird während der Kampfhandlungen bei der Belagerung von Freiberg am Peterstor durch den Stein eines Feuermörsers "zu Tode geschlagen".
1685Erstmals Erbrichter WOLF HEINRICH erwähnt.
1700-21Nordische Kriege wiederholt schwedische Einquartierung.
1729Beginn der Aufgewältigung des "Seydenberg Erstolln zu Seyffersdorf gelegen" Erstbelehung mit 128 Kuxen.
1731Eine große Heuschreckenplage bedroht die ganze Ernte.
1740Einquartierung sächsischer Soldaten während des 1. Schlesischen Krieges.
1750Erster Anbau der Kartoffel durch Seiferdorfer Bauern.
1762Während des Siebenjährigen Krieges mußte Seifersdorf Kühe zum Lager der Preußen am Steinberg bei Großschirma liefern.
1771Das Erbgericht geht an Familie Küchenmeister über.
1795Vergeblicher Bergbau im "Blühendes Glück Erbstollen".
1806Rekrutierung vieler Männer zwischen 17 und 35 Jahren für Napoleon’s Truppen und den Reichsbund.
1813Einquartierung französischer, später preußischer Truppen während der Befreiungskriege.
1818In Seifersdorf wird erstmals auf dem Saal des Erbgerichtes Schule abgehalten. Erster Lehrer war JOHANN GOTTFRIED SALOMO BÖTTGER.
1832Befreiung der Bauern von allen Fron- und Naturalleistungen.
1833Die Grube "Seitenberg Erbstolln" hebt das Grubenwasser mit einer Roßkunst (Pferdegöpel).
1839Abschaffung der Erbgerichtsbarkeit.
1840Beginn des Steinbruchs auf dem "Silbermannchen Gut".
1841Bau der Thiemermühle (heute Börner).
1854Bau eines Turmaufbaues auf der "Alten Schule" und feierliche Einweihung der Glocke am 23. Oktober.
1863Gründung der Schmiede (heute Karl Heinz Göhler).
1869Inbetriebnahme einer 6-PS- Lokomotive mit Steinkohlefeuerung auf dem "Tiefen Seitenberg Erbstollen".
1877Die Grube "Tiefer Seitenberg Erbstolln" wird endgültig stillgelegt, die Gebäude werden versteigert.
1878-80Es werden 17 neue Gewerbe angemeldet, darunter Seiler, Zigarrendreher, Böttger.
1883-84Bau und Einweihung der neuen Schule mit damals 102 Schüler.
1912Herstellung einer Telegraphenleitung zwischen Seifersdorf und Großschirma
1914-1918Im ersten Weltkrieg waren 69 Seifersdorfer zum Kriegsdienst einberufen, 14 davon sind Gefallen.
1925-1935Betrieb der Seilbahn zum Schottertransport vom Steinbruch bis zum Bahnhof Großschirma.
1945Seifersdorf hat durch den 2. Weltkrieg ca. 33 Gefallene zu beklagen.
1974Schließung der Schule, Grundschüler werden nach Reichenbach eingeschult.
1977Einweihung der ehemaligen Klassenräume als Jugendclub.
1994Beginn der Aufgewältigung des neuen Steinbruchs durch die Firma Faber aus Alzay.

Veranstaltungen


Öffnungszeiten

dienstags 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

 

donnerstags 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:30 Uhr

 

freitags 09:00 Uhr bis 11:30 Uhr