Giftfrei in den Herbst
Das Schadstoffmobil ist wieder im Landkreis unterwegs.
Ab dem 03. August 2026 ist das Spezialfahrzeug für giftige Abfälle in haushaltsüblichen Mengen auf seiner Herbsttour durch den Landkreis Mittelsachsen unterwegs.
Die genauen Standplätze und -zeiten sind im Abfallkalender ab Seite 25 und auf der Internetseite www.ekm-mittelsachsen.de (Rubrik: Abfallentsorgung/ Schadstoffe) veröffentlicht. Eventuelle Standplatz-Änderungen sind ebenfalls auf der Website (Rubrik: Aktuelles) einsehbar.
Die giftigen Abfälle sind unbedingt persönlich beim Personal abzugeben. Unbeaufsichtigt abgestellte Gifte gefährden Menschen, Tiere und die Umwelt. Bis zu 30 Liter bzw. 30 Kilogramm werden kostenfrei angenommen. Weil das Mobil nur begrenzt Platz hat, können größere Mengen nicht mitgenommen werden. Diese können im Zwischenlager für Sonderabfall (FNE, Freiberg) bis 60 Kilogramm oder Liter kostenfrei abgegeben werden.
Problemstoffe sind z.B.:
I Öl-, Nitro-, Alkydharzlacke und –farben,
I Haushalt- und Fotochemikalien,
I Abbeiz- und Holzschutzmittel, Düngemittel,
I Fleckenentferner, Löse- und Desinfektionsmittel,
I Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel,
I Spraydosen mit Restinhalten, Klebstoffe,
I Quecksilber-Thermometer und Medikamente
I Batterien und Feuerlöscher
I Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und quecksilberhaltige Abfälle
I Öle und Behältnisse mit unbekannten Inhalten...
Asbest, Teerpappen, Eternit und Gasflaschen nimmt das Schadstoffmobil nicht mit. Diese Abfälle werden im Zwischenlager für Sonderabfall in Freiberg, Schachtweg 6, kostenpflichtig angenommen. Bei der Anlieferung von Asbest ist vorher ein kostenfreier Sack (big bag), gegen Pfand bei FNE abzuholen.
Sie sind nicht sicher, ob Ihr Abfall angenommen wird? Rufen Sie uns einfach an: Abfallberatung der EKM Telefon 03731/2625 – 41 und – 42.
Alttextilien im Landkreis Mittelsachsen weiterhin gezielt und verantwortungsvoll entsorgen
Mehrere Faktoren erschweren derzeit weltweit die Sammlung und Verwertung von Alttextilien. Fehlende Absatzmärkte, Importbeschränkungen in Abnehmerländern sowie ein stark wachsender Anteil minderwertiger Fast-Fashion-Produkte führen zu erheblichen Problemen auf dem Alttextilmarkt. Die Folge: Sinkende Erlöse und steigende Kosten haben dazu geführt, dass zahlreiche Sammel- und Recyclingbetriebe ihre Tätigkeit eingestellt haben und Sammelcontainer an einigen Standorten abgebaut wurden.
Auch im Landkreis Mittelsachsen ist die Situation angespannt. Neben der Marktentwicklung belasten zusätzlich vermehrte Fehlwürfe, illegale Nebenablagerungen sowie hohe Anteile verschlissener oder verschmutzter Textilien die bestehende Sammelstruktur. Um die ordnungsgemäße Erfassung und Wiederverwertung von Alttextilien in der Krise und auch künftig sicherzustellen, stehen auf allen zehn Wertstoffhöfen im Landkreis entsprechende Sammelcontainer zur Verfügung. Voraussetzung für die Annahme sind saubere, intakte und tragfähige bzw. verwertbare Textilien, die Annahme erfolgt kostenfrei.
Darüber hinaus gibt es mancherorts weiterhin Altkleidercontainer im öffentlichen Raum. Um diese ortsnahen Sammelangebote dauerhaft zu sichern, ist ein sorgfältiger Umgang besonders wichtig. Die Container sollten ordnungsgemäß und ausschließlich mit geeigneten, gepflegten und tragfähigen Textilien befüllt werden. Das Einwerfen von anderen Abfällen sowie das Ablegen von Gegenständen, einschließlich Alttextilien, neben den Sammelbehältern ist strikt verboten. Nur durch eine sachgerechte Nutzung können diese Standorte langfristig erhalten bleiben.
Als weitere Möglichkeit zur Abgabe gut erhaltener Kleidung bieten einzelne gemeinnützige Vereine im Landkreis nach wie vor Kleiderkammern an. Auch verschiedene Online-Plattformen ermöglichen die Weitergabe oder den Tausch tragbarer Textilien.
Stark verschlissene, verschmutzte oder kontaminierte Kleidungsstücke gehören hingegen weiterhin in den Restabfall. Neben dem Restabfallbehälter können hierfür auch die 80-Liter-Abfallsäcke mit Aufdruck genutzt werden. Die Säcke sind auf allen Wertstoffhöfen und in vielen Stadt- und Gemeindeverwaltungen zum Preis von 5,20 € erhältlich. Eine Übersicht aller Verkaufsstellen finden Sie im Abfallkalender 2026 auf Seite 21 oder unter www.ekm-mittelsachsen.de.
Die EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelsachsen GmbH bittet alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Mittelsachsen, durch eine sorgfältige Trennung und sachgerechte Entsorgung einen Beitrag zur hochwertigen Verwertung von Alttextilien zu leisten.
Neue Kooperation zur Entsorgung von Photovoltaikmodulen im Landkreis Mittelsachsen
Als Beauftragte des Landkreises Mittelsachsen für die öffentliche Abfallentsorgung erweitert die EKM Entsorgungsdienste Kreis Mittelachsen GmbH ihr Serviceangebot für die Entsorgung gebrauchter Photovoltaikmodule. Möglich ist dies durch eine neue Kooperation mit der Solar24 Recycling GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Missale Group. Ziel der Zusammenarbeit ist es, noch gebrauchsfähige Module weiterzuverwenden und nicht mehr nutzbare Altmodule effizient sowie umweltgerecht zu verwerten.
Die Firma Solar24 Recycling GmbH & Co. KG ist gemäß ElektroG als qualifizierte Erstbehandlungsanlage (EBA) für Elektroaltgeräte der Sammelgruppe 6, Photovoltaikmodule anerkannt. Der Standort in Görlitz verfügt über ein modernes Prüflabor, das die Wiederverwendung von PV-Modulen prüft und somit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leistet.
Haushaltsübliche Mengen an Photovoltaikmodulen können weiterhin problemlos an den Wertstoffhöfen in Mittweida und Roßwein OT Hohenlauft abgegeben werden. Für die Abgabe von größeren Mengen (ab 15 Einzelmodulen) reichen die Kapazitäten der Wertstoffhöfe jedoch nicht aus. Private Haushalte und Gewerbebetriebe im Landkreis Mittelsachsen können ab sofort die Solar24 Recycling GmbH & Co. KG zur Abholung größerer Mengen beauftragen. Nach Terminvereinbarung werden die Module bequem von zu Hause abgeholt.
Für die Kontaktvermittlung zur Anmeldung größerer Mengen ausgedienter PV-Module und weiteren Fragen stehen die Mitarbeiter der EKM unter (03731) 2625‑25 bzw. ‑28 oder zur Verfügung.

