Romanusbad Siebenlehn - Bauprojekt

Das Romanusbad Siebenlehn ist ein traditionsreiches Freibad, das seit 1932 existiert und für die Freizeitgestaltung der Bürger eine wichtige Rolle spielt.
Es wird vom äußerst engagierten Förderverein "Romanusbad Siebenlehn e. V." betrieben, der mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Leben der Stadt und deren Zusammenhalt leistet. Dafür wurde der Verein 2021 mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin ausgezeichnet.
Das Freibad soll nun in mehreren Bauabschnitten in der Gesamtheit (Gebäude, technische Anlagen, Außengestaltung) saniert und modernisiert werden. Die ursprüngliche Badstruktur soll erhalten bleiben, wobei Freibäder stark sich ändernden Qualitätsstandards und Ausstattungsbedürfnissen unterliegen. Insbesondere wird das Augenmerk auf energieeffiziente Auslegung der technischen Anlagen und barrierefreie bzw. barrierereduzierte Nutzungsmöglichkeiten gelegt.
Zum jetzigen Planungsstand belaufen sich die Baukosten der Gesamtmaßnahme auf ca. 2,1 Mio €.
Im ersten Bauabschnitt wurde die Schwimmbadtechnik saniert und modernisiert. Das Rohrleitungssystem bis zu den Wasserbecken einschließlich der Filter wurde erneuert und somit auf den Stand der Technik gebracht. Der 1. Bauabschnitt wurde im Juni 2023 abgeschlossen und damit die Badesaison nur geringfügig beeinträchtigt.
Im zweiten Bauabschnitt ging es hauptsächlich um die Sanierung des Kinderbeckens und der Ergänzung eines anschließenden ca. 28 m² großen Wasserspielplatzes. Beides wurde mit einer neuen, höherwertigen, rutschfesten Schwimmbadfolie ausgestattet. Zur Aufwertung und Erhöhung der Attraktivität der Anlage wurde eine zusätzliche Attraktion in Form einer wasserspeienden Schlange auf dem Beckenrand montiert. Auch das Kinderbecken erhielt einen neuen Durchschreitebereich mit einer attraktiven Kinderdusche.
Die Schwimmbadtechnik für das Kinderbecken und den Attraktionen (Pumpen etc.) wurde in einem separaten Technikgebäude neben dem Kinderbecken installiert. Der 2. Bauabschnitt wurde im Mai 2025 abgeschlossen.
Im dritten Bauabschnitt soll eine Sanierung des Kombibeckens erfolgen. Das Becken erhält 16 zusätzliche Rinnenabläufe und wird mit einer neuen Schwimmbadfolie ausgeschweißt. Die Zugänge in das Becken bleiben erhalten und werden im Nichtschwimmerbereich durch eine zusätzliche Beckeneinstiegstreppe für Menschen mit Behinderung ergänzt. Alle Attraktionen bekommen neue Pumpen. Zudem wird das Becken mit neuen vorschriftsmäßigen Startsockeln, Trenn- und Schwimmleinen und den vorhandenen, aufgearbeiteten Beckenleitern ausgestattet. Im Bereich des Beckenumgangs werden neben der Schwallleitung auch alle weiteren Leitungen ausgetauscht und an das vorhandene System angeschlossen. Um den Beckenumgang wird ein Pflanzstreifen angelegt, so dass die Badeplatte nur über die Durchschreitebecken begehbar ist.
Zur Finanzierung werden Fördermittel im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" zu 60 % durch den Bund und zu 40 % durch den Freistaat Sachsen bereitgestellt. Diese Steuermittel werden auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt.
Bei einem Fördersatz von 50,10 % der zuwendungsfähigen geplanten Kosten in Höhe von 870.550,45 € wird eine nicht rückzahlbare Zuwendung von 436.145,78 % gewährt.
Die Arbeiten zum 3. Bauabschnitt begannen planmäßig am 1. September 2025. Die Fertigstellung des 3. Bauabschnittes ist für Ende Mai 2026 geplant. Die Bauzeit wurde so gewählt, um die Badesaison 2026 möglichst wenig zu beeinträchtigen.
